FVA auf der ILA Berlin 2016

FVA auf der ILA 2016

Die FVA hat auch dieses Jahr als Teil der Idaflieg bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin als Aussteller teilgenommen. Mit über 200.000 Besuchern bietet die ILA eine hervorragende Möglichkeit um Kontakte zu knüpfen, unsere Arbeit zu präsentieren und Leute für die Wissenschaft und das Fliegen zu begeistern.

Anreise/Aufbau

Bereits am Montag, zwei Tage vor Messebeginn, hat sich das ILA-Team der FVA auf den Weg nach Berlin gemacht. Mit dem für solche Reisen beliebten „Peter-Bus“ unseres Unterstützers, Fluglehrers und Schlepppiloten Prof. Dahmann, sowie dem Passerati mit dem ASW-28 Anhänger. Außerdem wurde der Hinweg genutzt, um eine LS-1 in Kamen abzuliefern. Nach vielen Staus kamen die Einsatzwilligen dann am frühen Abend in der direkt am Wannsee gelegenen Jugendherberge an. Die Lage entschädigte für die anstrengende Fahrt, sodass am Dienstag voller Tatendrang mit dem Aufbau begonnen werden konnte. In zahlreichen Transportfahrten wurden die Ausstellungsgegenstände zum Flughafen Schönefeld geschafft, wo sie schließlich von unserem Aufbau-Team in Empfang genommen und zu einem Messestand zusammengfügt wurden. Gegen Nachmittag blieb auch noch Zeit, um auf dem noch Besucher-freien Gelände Aussteller kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Tag 1

Am Mittwoch, den 1. Juni 2016 ging es dann los. Der erste Fachbesuchertag sollte um 10 Uhr beginnen, weswegen schon ab 8 Uhr der Idaflieg-Messestand und damit auch die FVA-Präsenz in finaler Konfiguration aufgebaut wurde. Die ILA wird über die Idaflieg organisiert, die uns zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) diesen großartigen Auftritt ermöglicht. Neben der FVA aus Aachen stellten die Akafliegs aus Braunschweig, Berlin, Darmstadt, Karlsruh und München aus. Somit konnten Besucher neben zwei Modellen aus Braunschweig und Darmstadt zwei Segelflugzeugprototypen und den berühmten Schlacro bewundern. Wir Aachener haben neben der WiMi (Projektname FVA-24d), der Weiterentwicklung der Seileinzugsvorrichtung für Schleppflugzeuge, unser aktuelles Vorzeigeprojekt FVA-29, den Elektroturbo/Heimkehrhilfe für die ASW-28, vorgestellt. Hintergrundinformationen zu den Projekten sind auf unserer Website nachzulesen. Ein fliegerisches Highlight war auf jeden Fall der Start der „Ed Force One“ der britischen Band Iron Maiden. Diese waren am Abend zuvor auf der Waldbühne aufgetreten und brachen Richtung Zürich auf. Zum Start sowie dem darauffolgendem Fly-By wurde der Song „666 the Number of the Beast“ eingespielt. Eine absolut Gänsehaut-fähige Vorstellung!<

Tag 2

Am Dienstag haben die Akaflieger das wechselhafte Wetter so richtig zu spüren bekommen. Bei einem heftigen Regenschauer wurden teilweise noch schnell Flieger abgebaut und Modelle ins Trockene geschafft, weswegen ein Großteil den Rest des Tages komplett durchnässt verbracht hat. An der allgemein guten Stimmung änderte dies jedoch nichts. Einige clevere FVAler hatten sich schnell bei neu-bekannten Bundeswehrsoldaten in die Helikopter oder Transportflugzeuge gesetzt und konnten so trockene Kleidung vorweisen. Generell wurden speziell zum Ende des Tages hin viele private Führungen gegeben, ob der NH-90 Helikopter der Bundeswehr oder auch die C-17 Frachtmaschine der US Air Force. So konnten sehr direkte und offene Gespräche geführt werden und Luftfahrt-Technik von ganz nah erlebt werden. Von diesen sonst so unerreichbaren Eindrücken waren die Idaflieger fasziniert. Die Fachbesuchertage waren für uns als Aussteller ruhige Tage. Der Besucherandrang war verhältnismäßig gering, sodass auch wir freie Zeit nutzten, um nicht nur die Flugeinlagen und Luftfahrtzeuge sondern auch die Hallen zu besuchen. So ergaben sich interessante Fachgespräche über Themen wie z.B. Brennstoffzellen, neue Schleifpapier-Technologien oder Software für Flugversuchs-Auswertungent.

Tag 3

Am Freitag dem „Long Friday“ war der erste Besuchertag. Wie erwartet waren deutlich mehr Besucher auf dem Gelände unterwegs, als noch am Vortag. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenfreiem Himmel präsentierten wir unsere Ausstellungsstücke einem breiten Publikum. Vielen Leuten konnten wir so unsere Passion, das Segelfliegen, vorstellen und einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit in den Akafliegs gewähren. Wenn man dabei neugierig fragende in glücklich strahlende Gesichter verwandeln kann, so zeigt dies, welch wunderbares Hobby man doch selbst verfolgt!

 

Tag 4

Der letzte Tag der ILA sollte für alle Beteiligten nochmal anstrengend werden: Das Wetter sollte noch „besser“ werden, weshalb es auf an unserem Stand auf dem Vorfeld stattliche 28°C warm war. Fliegerische Highlights waren an diesem Tag reichlich vorhanden. Am frühen Morgen, zur Zeit unseres Aufbaus, landete die Boeing 747-8i der Lufthansa. Der „Fanhansa Siegerflieger“, der 2014 unsere deutschen Weltmeister aus Brasilien heimfliegen durfte, öffnete nun seine Türen für die Interessierten. Fliegerisch bekamen sowohl Besucher als auch Aussteller mittags ein Highlight in Form eines Flyover des amerikanischen Bombers B-52, der mit seinen 8 Turbojet-Triebwerken Eindruck schindete. Am frühen Abend dann, zeigte die Patrouille Suisse als krönenden Abschluss ihr Formations-Kunstflugprogramm. Über gut zehn Minuten lang präsentierten die sechs Schweizer Jets vom Typ Northrop F-5E Tiger II eine atemberaubende Flugshow. Die Gruppe der Schweizer Luftwaffe war am Donnerstagabend aus der Schweiz angereist, wo der Gotthard Tunnel feierlich eingeweiht wurde.

Fazit von der ILA Berlin

Wie immer konnte die Begeisterung für den Segelflugsport weitergegeben werden. Besonders an den Besuchertagen kamen hunderte interessierte Leute am Stand vorbei von denen wir vielen das Probe-Sitzen im Cockpit ermöglichen konnten. Es freut uns alle immer sehr, selbst am Boden hautnah vermitteln zu können, wie vielseitig interessant und wunderschön unser Sport ist. Begeistert von der diesjährigen ILA freuen wir uns schon auf die nächste und sagen frei nach dem Motto der Veranstalter: „See you at ILA 2018“!