Fliegen

Die Welt von oben sehen - Getreu unserem Motto kommt das Fliegen bei uns im Verein natürlich nicht zu kurz. Neben der Forschung und dem Prototypenbau kannst du bei uns die komplette Segelflugpilotenausbildung (SPL) machen und gebaute Prototypen testen! Wir fliegen hauptsächlich auf unserem Stammflugplatz in Aachen-Merzbrück. Dort gibt es neben dem Flugbetrieb jedes Jahr viele verschiedene Veranstaltungen bei denen sowohl FlugschülerInnen als auch ScheinpilotInnen auf ihre Kosten kommen.

Neben dem Flugbetrieb in Aachen gehört zu einer gelungenen Flugsaison unser dreiwöchiges Fluglager in Feurs, Frankreich. Dort fährt die FVA traditionell jedes Jahr gegen Ende März hin, um gemeinsam zu Fliegen, zu Zelten und Spaß zu haben. Während viele FlugschülerInnen dort ihre Ausbildung beginnen, genießen die ScheinpilotInnen die Aufwinde des Zentralmassivs.

Natürlich gibt es neben den von der FVA organisierten Fluglagern und Lehrgängen viele weitere Veranstaltungen, die man wahrnehmen kann. Wie zum Beispiel das von der Idaflieg organisierte Sommertreffen, auf dem alle Akafliegs aus ganz Deutschland zusammen kommen, um die vereinseigenen Flugzeuge und Prototypen zu erproben und zu vermessen.

Mit all diesen Veranstaltungen wird eins immer wieder bestätigt: Segelflugsport ist Teamsport und das macht es zu etwas Besonderem!

Lernen

Die Ausbildung zum Scheinpiloten ist gegliedert in drei Abschnitte. Dazu gehören die A, B und C Prüfung und ein Überlandflug inklusive amtlicher Prüfung. Im A Teil erlernst du alle Grundlagen bis zum ersten Alleinflug. Dazu gehört einwandfreies Beherrschen des Starts, der Platzrunde und der Ladung, sowie das korrekte Verhalten am und rund um den Flugplatz. Im Abschnitt B und C wirst du sogenannte Übungsflüge machen, das erste Mal Einsitzer fliegen und die Nutzung von Thermik erlernen. Anschließend bereitest du dich auf Überlandflüge vor, um dann einen 50 km Überlandflug alleine als Ausbildungsabschluss zu absolvieren. Natürlich gehört zur Segelflugausbildung auch der theoretische Teil. Demensprechend wirst du am Bezirksunterricht teilnehmen, die theoretischen Prüfungen zum Abschnitt A, B und C schreiben und zum Schluss die amtliche Theorieprüfung in Düsseldorf ablegen. Die Segelfluglizenz ist jedoch erst der Start in deine Pilotenausbildung. Es bieten sich viele Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. So gibt es beispielsweise Lehrgänge für Kunstflug, Motorsegler, Echo Klasse (also Einmotorige Flugzeuge bis 2t Abflugmasse) oder auch die Fortbildung zum Fluglehrer.

Flugzeugpark

Mit unseren zwei doppelsitzigen Segelflugzeugen, zwei Einsitzern und unserer Schleppmaschine haben wir einen Flugzeugpark, auf den wir stolz sein können. Unsere Flugzeuge sind vielseitig einsetzbar. Von der Schulung über Streckenflug, bis hin zum Kunstflug ist alles möglich.

DG-1000T

Die DG-1000T von DG Flugzeugbau ist ein multifunktional eingesetztes Segelflugzeug in Kunststoffbauweise. Der Doppelsitzer wird bei uns für alle Bereiche, nämlich Schulung, Streckenflug und Kunstflug verwendet. Auf Grund der unterschiedlichen Spannweiten (17,2 m und 20 m) ist die "1000" in jeder Disziplin hervorragend nutzbar. Das "T" impliziert, dass es sich um eine Modellvariante mit Heimkehrhilfe handelt. Sie trägt in der Kombination von Kennzeichen und Wettbewerbskennzeichen den Namen unseres Vereinsgründers: Theodore von Kármán.

FVA 29

Ursprünglich als ASW 28-18 vom Hersteller Schleicher beschafft, hat sich die Typenbezeichnung dieses Segelflugzeugs gewandelt. Denn mit dem Forschungsprojekt FVA 29 wurde der zunächst leere Motorkasten im Rumpf hinter dem Cockpit mit einem elektrischen Antriebsstrang ausgestattet. Das Kennzeichen D-KWRL ist hier Programm: Sollte auf dem Heimweg eines längeren Überlandfluges die Thermik ausbleiben, kann das Hilfstriebwerk ausgefahren werden und die FVA 29 erreicht "quirlend" ihr Ziel. Der leistungsfähige Einsitzer besteht aus modernen Faserverstärkten Kunststoffen, besser bekannt als GFK und CFK. In der FVA werden die 18 m Spannweite sowohl zum Streckenflug, als auch häufig zur Einsitzer-Schulung eingesetzt.

ASH 25 E

Unsere ASH 25 E ist ein Segelflugzeug mit Hilfsantrieb des Herstellers Alexander Schleicher. Sie besitzt mit ihren 25,6 m Spannweite eine beeindruckende Gleitzahl von 60 - das heißt aus einem Kilometer Höhe erreicht der Doppelsitzer im optimalen Fall 60 Kilometer Reichweite. Als Vertrerin der "Offenen Klasse" gehört sie zu einer Kategorie Segelflugzeuge, die ohne Spannweitenbegrenzung zur Höchstleistung getrimmt wurden. Trotz ihres Alters von über 30 Jahren ist sie ein stets gerne genutztes Schmuckstück.

Robin DR400/180R

Das Arbeitstier unseres Flugzeugparks trägt die Musterbezeichnung DR400/180R, wird liebevoll aber auch "Remo" genannt. Das ist die französische Kurzform für "Remorqueur", was Schleppflugzeug bedeutet. Das 180 PS starke Motorflugzeug ist in Holzbauweise konstruiert. Es erledigt auch nach fast 35.000 Landungen weiterhin zuverlässig seinen Job und bietet für einen gelegentlichen Lokal- oder Überlandflug bis zu vier Passagieren Platz. Darüber hinaus ist unsere "GZ" auch eine Forschungsplattform. Nicht die Bauweise oder das Triebwerk mit 5,9 Litern Hubraum sind innovativ, sondern die von der FVA eigenentwickelte Schleppseil-Einzugvorrichtung mit der Projektbezeichnung FVA 24. Die "WiMi" ist auf der Hutablage montiert und rollt das Schleppseil nach dem Ausklinken des Segelflugzeugs ein. So kann die "Remo" unmittelbar zum Anflug übergehen und sicher landen.

Glasflügel Hornet

Die Firma Glasflügel baute prägend die ersten Segelflugzeuge in FVK-Bauweise. Die "Hornet" wurde in den 1970er Jahren als Einsitzer mit 15 m Spannweite konstruiert. Sie wird bei uns häufig für Streckenflüge und Wettbewerbe genutzt. Scheinpilotinnen und Scheinpiloten schätzen das agile und angenehme Flugverhalten sowie die gute Ausrüstung und Avionik der "HK". Zur Zeit wird sie zusätzlich in der Schulung eingesetzt. Flugzeugtypen aus dem Hause des Konstrukteur-Ehepaars Hänle bereichern den Flugzeugpark der FVA seit je her.

Fluglager

Feurs

Für gewöhnlich startet unsere Flugsaison in Form eines dreiwöchigen Fluglagers in Frankreich in Feurs. Dort wird viel geflogen, gezeltet und gemeinsam eine unvergessliche Zeit genossen.

Sommertreffen

Beim jährlichen Sommertreffen kommt die gesamte Idaflieg zusammen und führt Forschungsflüge und Erprobungen der selbstgebauten Prototypen durch.

St. Croix

Um den eigenen Fliegerhorizont stets zu erweitern gibt es für unsere Poilotinnen und Piloten die einzigartige Möglichkeit in einem weiteren Zeltlager die Alpen aus der Luft zu erleben.

Herbstschulungslager

Ausgerichtet von der Akaflieg Karlruhe findet im Herbst ein weiteres Fluglager speziel für FlugschülerInnen statt. Hier heißt es zwei Wochen lang intensives Starten und Landen Lernen.

Flugplatz

50°49'38'' N / 06°11'18'' E - Einen Katzensprung entfernt von unserer Werkstatt liegt der Flugplatz Aachen-Merzbrück, welcher unsere fliegerische Heimat und Ausgangspunkt von Platzrunden, Dreiecken und Kunstflügen ist. Er beheimatet außer uns auch noch die Segelfluggruppe Nordstern und den Luftsportverein Aachen, mit denen wir eine enge Kooperation, unter anderem auch in der Schulung, eingegangen sind. So erweitert sich unsere Segelfliegergemeinschaft auf insgesamt drei Schleppmaschinen, weitere Schulungsflugzeuge und viele Fliegerkameraden. Dies garantiert auch vielfältige Möglichkeiten den Flugbetrieb zu organisieren. Grundsätzlich sind an jedem Wochenende Fluglehrer und Schlepppiloten für den Flugbetrieb vor Ort, es sei denn das Wetter zieht uns einen Strich durch die Rechnung. Aber auch unter der Woche kann man auf das Kooperationsnetzwerk zurückgreifen und relativ spontan einen Flugbetrieb auf die Beine stellen.