FVA 8: „Grunau-Baby II“

Genau wie bei der FVA-7 ist auch die Zuordnung der Projektbezeichnung FVA-8 nicht ganz sicher. Es gibt im Wesentlichen zwei Vermutungen, welche Flugzeuge gemeint sein könnten:

  • Die „MS II“ von Hermann Mayer
  • Das „Grunau Baby“ ungeklärter Herkunft, mit dem die FVA 1934 zum Rhönwettbewerb erschien

Da aber das oben erwähnte „Grunau Baby“ aber nichts weiteres bekannt ist, die „MS II“ aber von dem „Quasi-Mitglied“ Hermann Mayer konstruiert wurde, soll an dieser Stelle über dieses Flugzeug berichtet werden.

Die „MS II“ war von Mayer wieder nach dem Grundsatz entworfen worden, mit möglichst einfachen Mitteln gute Leistungen zu erzielen:
„Sie hat sich bei verschiedenen Hang- und Überlandflügen unter Führung des Konstrukteurs ausgezeichnet bewährt, vor allem sind die Wendigkeit und die ruhige Lage der Maschine in der Luft überraschend gut, was durch den langen, eckigen Rumpf, das große Seitensteuer und die reichlich dimensionierten Querruder zu erklären ist.
Von der vorjährigen Maschine („M I“) sind der Rumpf, das Seitensteuer und die Abfederung übernommen worden. Die Tragfläche konnte bei der großen Spannweite von 20m nicht mehr rechteckig ausgeführt werden, sondern die Außenflügel nehmen nach außen hin geradlinig ab. Der Flügel ist einholmig mit torsionssteifer Sperrholznase und Hilfsholm. Leergewicht 182 kg, Flügelfläche 20 m, Länge 8.5m. Seitenverhältnis l:20.“
(Flugsport 1930, Nr. 17)