FVA auf dem Sommertreffen 2020 – Woche 2

FVA auf dem Sommertreffen 2020 - Woche 2

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Am Ende der ersten Woche fand seitens FVA ein kompletter Schichtwechsel statt: Twinkie, Nitro und Teflon machten sich wieder auf den Weg gen Aachen. An ihre Stelle traten Alf, CC, Käthe und Julia, um die SMPs und Flugzeug zu betreuen.

Die zweite Woche des Sommertreffens stand für uns ganz im Zeichen der Wartung und Anpassung der FVA 29. So waren wir in der Lage ein in der ersten Woche spontan aufgetretenes Problem an der Spindel zu lösen, welches auf ein Verrutschen selbiger zurückzuführen war und dadurch drohte den Mast zu beschädigen. Außerdem konnten wir eine neue Steuerschaltung für die Spindel fertigen und diese erfolgreich integrieren und testen. Final gelang uns mit der Inbetriebnahme der neu positionierten Endanschlagsschalter das Wochenziel zu erreichen und den Mast wieder komplett eigenständig über die ECU im Cockpit, statt manuell über die Wartungssteuerung, aus- und einfahren zu lassen. Mit dem anschließenden Anschluss der Servos an die Motorklappen war die FVA 29 wieder bereit für eine Fortsetzung der Flugerprobung. Gegen Ende der Woche konnten wir dann noch die Funktion aller Sensoren und Aktuatoren testen, mit den aus der ECU ausgelesenen Werten validieren und so eine einwandfreie Funktion in der scharfen Flugerprobung sicherstellen.
Der allgemeine Flug- und Messbetrieb wurde am Mittwoch wegen Sturmtief „Kirsten“ komplett neutralisiert. Böen mit bis zu 70 km/h stellten nicht nur die Zelte der idaflieger, sondern auch deren Nerven auf die Probe. Zwar boten die Gebäude ausreichend Platz, um jedem Akaflieger und jeder Akafliegerin einen trockenen und windgeschützten Arbeitsplatz bieten zu können, durch das Hygienekonzept und die damit einhergehenden Personenbegrenzungen pro Raum wurde der Forschungs- und Werkstattalltag doch ausreichend eingeschränkt, dass schon mal das Gefühl aufkommen könnte, als würde einem die Decke auf den Kopf fallen.
Für den folgenden Tag wurde dennoch mit leisem Optimismus geplant. Zwar waren für den Vormittag noch Böen angesagt, nachmittags sollte aber mit ruhiger Luft zu rechnen sein. Kurz vor 19 Uhr wurde es dann spannend: Auf der Asphaltbahn wurde ein Schleppzug aus fs35 „Harpyie“ mit Schlepppilot Zischi und der ASK 21 mit Antares aufgebaut. Bei den Stuttgartern stand ein weiterer Meilenstein der Flugerprobung an: Der erste F-Schlepp mit ihrer fs35.
In den Minuten vor dem Start trudelten aus allen Richtungen des Flugplatzes IdafliegerInnen ein, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Und es hat sich wirklich gelohnt: Der Schleppzug war in kürzester Zeit frei und die fs35 performte auch im Schleppzug so gut, dass die DR300 als Chaseplane kaum hinterherkam.
Am Samstag hatten wir noch Besuch von einer Redakteurin der örtlichen Presse, die sich neben der fs35 insbesondere auch für die FVA 29 interessierte. Bei dem Termin wurden die Projekte vorgestellt, aber auch auf das Konzept Akaflieg und Sommertreffen im Allgemeinen eingegangen.
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