DG1000 Anhänger Achswechsel

DG1000 Anhänger Achswechsel


ein Bericht von unserem Anwärter Tobi über seine ersten Arbeitsstunden
 
Nicht nur Flugzeuge, auch Anhänger werden bei uns gewartet und falls beschädigt wieder in perfekten Zustand versetzt. So geschehen am DG1000 Anhänger. Nachdem sich die Achse des bei einem eher kleineren Unfall verbogen hatte – was nun dazu führte, dass der Hänger leicht schräg zu Längsachse gezogen wurde, quasi im permanenten Slip –, mussten wir diese komplett austauschen.

Als die neue Achse besorgt war, machten Dezibel und ich uns an die Arbeit.

Zuerst mussten wir uns darum kümmern, den Hänger anständig aufzubocken. Dazu nutzen wir hinten zwei Böcke und vorne eine Kombination aus zwei Rampen und mehreren Holzblöcken, die Hubarbeit leistete die Ameise. Dann nahmen wir als erstes die beiden Räder ab und hängten die Bremse aus.

Die Demontage der eigentlichen Achse begann dann auf beiden Seiten mit den Stoßdämpfern, was nun – ohne Belastung – problemlos ging.
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Da die neue Achse auch mit neuen Bremszügen kam, waren die beiden Stoßdämpfer die einzigen Teile, die nachher wieder auf der neuen Achse montiert werden sollten.

Bei der Abnahme der Achse stießen wir auf das erste Problem, da der ursprüngliche Plan hervor sah, die Achse mit einem Hubwagen am Hänger zu halten, während wir die Verschraubung lösen, was uns aber unter dem Hänger keinen Freiraum mehr zum Arbeiten lies.
Schließlich benutzen wir einen Wagenheber, der sich allerdings nicht im Mittelpunkt der Achse anbringen ließ und glichen ein mögliches Drehmoment durch eigene Körperkraft aus, während wir die letzten Muttern lösten. Hierfür benötigten wir die Hilfe einer dritten Person -Danke Teflon! - , besonders, weil es mit dem Wagenheber nicht möglich war die Achse langsam herabzulassen.

Für die Montage der neuen Achse stieß dann auch Andreas hinzu. Auf dieselbe Art hievten wir auch die neue Achse wieder hoch, während wir sie verschraubten.
Um sicher zu gehen, dass die Achse vernünftig zentriert ist, mussten wir die Verschraubung später noch mehrmals wieder lösen. Das war außerdem nötig, um die Achse unter die diagonal-laufenden Verstrebungen unter dem Hänger (Auf den Bildern leider schwer zu erkennen) zu schieben und sie auf denselben Gewindestiften zu sichern, wobei die Verstrebung schwieriger Weise etwas unter Spannung stand.
Danach war der schwere Teil erledigt und die restliche Montage der Stoßdämpfer, Bremsen und Räder verlief Reibungslos.
Besonders wichtig war es gewesen, vorher ausreichend Fotos von der alten Achse gemacht zu haben, damit bei der späteren Montage keine Fehler unterliefen.